Bei den ersten olympischen Winterspielen in Chamonix 1924 gewann Herma Plank-Szabo die Goldmedaille. Sie war auch eine der ersten Frauen, die bei Bewerben einen kurzen statt dem damals üblichen knöchellangen Rock trug. Die Wienerin lernte Eislaufen auf der Kunsteisbahn ihres Onkels Eduard Engelmann. Willy Böckl errang die Silbermedaille, er war der erste der einen doppelten Rittberger stand.
Kunsteisbahn
Eduard Engelmann Senior, Besitzer einer Wachstuchfabrik, legte in Wien-Hernals 1868 einen Eislaufplatz an. 1909 erbaute Eduard Engelmann Junior eine Kunsteisbahn auf dem Areal seines Vaters. Der Bau der größten Kunsteisbahn Europas in Wien erfolgte 1912 auf diesem Gelände. Viele erfolgreiche Eiskunstläufer*innen trainierten auf dieser Anlage.
1928 und 1948 St. Moritz
Willy Böckl fuhr 1928 wieder zu einer Silbermedaille und die junge Eisläuferin Fritzi Burger gewann Silber hinter der Norwegerin Sonja Henie. 1948 erreichte Eva Pawlik den 2. Platz und Eduard Rada den dritten.
1932 Lake Placid und 1936 Garmisch Partenkirchen
Karl Schäfers Talent zum Eislaufen wurde von Eduard Engelmann Junior 1920 entdeckt. 1932 setzte sich der Wiener gegen den dreifachen Olympiasieger Gillis Grafström aus Schweden durch und gewann Gold für Österreich. Fritzi Burger ereilte das gleiche Schicksal wie 1928 und wurde wieder zweite hinter Sonja Henie. Der Ausnahmeläufer Schäfer konnte 1936 wieder an seinen Erfolg von 1932 anknüpfen und gewann nochmals eine Goldmedaille. Wegen der großen Erfolge Schäfers gelangte die Eisbahn Engelmann zu Weltruf. Felix Kaspar fuhr 1936 zur Bronzemedaille. 1952 in Oslo, 1956 in Cortina d´Ampezzo und 1968 in Grenoble konnten österreichische Eiskunstläufer wieder Podestplätze belegen. Helmut Seibt gewann 1952 Silber, Ingrid Wendl 1956 Bronze und Wolfgang Schwarz 1968 Gold.
In Sapporo errang Trixi Schuba im Eiskunstlauf die einzige Goldmedaille für Österreich bei den Olympischen Winterspielen 1972. Das war die letzte österreichische Medaille im Eiskunstlauf bei Olympischen Winterspielen. Der Abfahrtsspezialist und Favorit Karl Schranz, wurde wegen des damaligen Verstoßes gegen das Amateurgesetz von den Spielen ausgeschlossen. In Wien angekommen, wurde er wie ein Olympiaheld am Heldenplatz empfangen. Im Gegensatz zu Trixi Schuba, für sie wurde nur ein kleiner Empfang in Linz organisiert.
WinterSportMuseum Mürzzuschlag Wiener Str. 13, A-8680 Mürzzuschlag T. +43 3852 2556 Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 10-13 Uhr Donnerstag bis Samstag 10-13 und 14-17 Uhr alles auf einen Blick Gruppen nach Vereinbarung