Als Karl Schranz Olympiasieger war

Dass Karl Schranz wegen eines von ihm in einem Fußballspiel getragenen T-Shirts mit Firmen-Logo von IOC Präsident Avery Brundage von der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo ausgeschlossen wurde, ist hinlänglich bekannt.
Grenoble
Dass Olympia und Schranz scheinbar nicht zusammenpassten, zeigte aber schon eine Geschichte, die sich 4 Jahre zuvor in Grenoble abspielte.
Der französische Skistar Jean-Claude Killy fuhr beinahe programmgemäß im ersten Slalomlauf vor Alfred Matt und Karl Schranz zur Zwischenführung. Im zweiten Lauf wurde der Norweger Hakon Mjoen zuerst mit neuer Bestzeit gestoppt, Killy war nur noch Zweiter. Karl Schranz brach danach seinen Lauf ab, weil er sich von einem die Strecke kreuzenden Pistenarbeiter gestört fühlte. Die Jury entschied ihn noch einmal fahren zu lassen. Schranz nützte dies und fuhr auf Platz zwei, vor Killy. Als Mjoen wegen zwei Torfehlern disqualifiziert wurde, war der Tiroler plötzlich Olympiasieger und wurde bereits gefeiert. Nach der Aussage eines Streckenpostens hatte Schranz aber schon vor der Begegnung mit dem Pistenarbeiter im dichten Nebel ein Tor ausgelassen. Die Jury beriet fünf Stunden, ehe sie mit knapper Mehrheit zum Befund kam, den Österreicher zu disqualifizieren. Killy, der Lokalmatador, gewann schließlich vor den Österreichern Herbert Huber und Matt.
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